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Dock & Yard Management

Effiziente Handelslogistik 2.0 dank smarten Lösungen im Yard

Die Handelslogistik wird häufig auch als Filiallogistik oder Retail-Logistik bezeichnet. Ziel ist es, die für den Endverbraucher bestimmten Produkte zeit- und bedarfsgerecht genau dort zur Verfügung zu stellen, wo sie benötigt werden: am Point of Sale (POS). Der Warenumschlag zwischen Lieferanten, Zentrallager, Handelsunternehmen sowie Filiale ist das Herzstück der Handelslogistik. Dieser hat in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch den Boom des Online-Handels, zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Die Handelslogistik spielt eine entscheidende Rolle im Einzelhandel, insbesondere angesichts der steigenden Anforderungen an Flexibilität, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit in der Lieferkette. Typische Aufgaben der Handelslogistik sind Bestandsmanagement, Lagermanagement, Warenverteilung, Supply Chain Management sowie die Optimierung von Transport- und Distributionsprozessen innerhalb der Lieferkette.

Hier kommt es auf eine optimale Planung an, um Lagerzeiten zu minimieren und den Warenumschlag zu gewährleisten. Die wichtigste Frage dabei ist: Wie kommen die benötigten Artikel vom Lieferanten zum Zentrallager? Und von dort in die Filialen? Koordination und Kommunikation zwischen allen Beteiligten sind unumgänglich für einen effizienten Warenfluss und nahtlosen Informationsfluss. Insbesondere das Thema Yard Management rückt dabei mehr und mehr in den Fokus.

Das ideale Retail-Logistik-Rezept beinhaltet die folgenden Zutaten:

·       Digitalisierung

·       Automatisierung

·       Zusammenarbeit

·       Echtzeitdaten

·       KI

Die Basis: Digitalisierung

Ziel des Yard Management ist es, interne Transporte transparent zu planen und wirtschaftlich zu steuern. Um einen reibungslosen und effizienten Ablauf der Supply-Chain-Prozesse zu gewährleisten, ist es unerlässlich, den Überblick zu behalten. Voraussetzung: ein ausgereiftes Berechtigungskonzept, eine stringente Prozesskette sowie eine stabile IT-Infrastruktur. Das gilt natürlich auch für die Handelslogistik.

Ein intelligentes, digitalisiertes Yard Management erleichtert viele Logistikprozesse – sowohl für die Lieferanten als auch die Handelsunternehmen.

Wichtige Dokumente aus der Welt der Lagerhaltung wie Lieferscheine, Ladelisten und andere Frachtbegleitpapiere werden bereits heute zunehmend in digitaler Form anerkannt, z.B. eCMR. Moderne Yard-Management-Systeme müssen daher den digitalen Dokumentenaustausch unterstützen. Insgesamt ist die Digitalisierung ein wichtiger Treiber für die Optimierung der Handelslogistik und ermöglicht es, Abläufe effizienter, transparenter und kundenorientierter zu gestalten sowie Informationsflüsse für alle Beteiligten sichtbar zu machen.

Automatisierung erleichtert den Logistikprozess

Die Megatrends Digitalisierung, Optimierung und Vernetzung sind in der Logistik nicht neu. Die Verfügbarkeit und Marktfähigkeit neuer Technologien sowie das allgemein gestiegene Bewusstsein, Prozesse neu und durchgängig zu denken, führen auch in der Handelslogistik zu Veränderungen. Hier kommt das Stichwort Automatisierung ins Spiel. Bereits kleine Automatisierungsschritte im Yard können zu enormen Kosteneinsparungen führen.

Automatisieren um jeden Preis ergibt hier keinen Sinn.
Christian Piehler, Chief Sales Officer

Es gilt abzuwägen, wann Automatisierung Vorteile bringt und welche Maßnahmen dafür geeignet sind - Schritt für Schritt vorzugehen, ist hier die Devise.

Werksprozesse mit Automatisierungspotenzial

  • Avisierung der wichtigsten Informationen
  • Einfahrt und Check-in
  • Automatisierte Verwiegung
  • Abruf zu Be- oder Entladung
  • Be- und Entladevorgang
  • Check-out und Ausfahrt
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Enge Zusammenarbeit sorgt für Stabilität

Der Begriff „Kollaboration“ im Kontext der Handelslogistik ist schnell erklärt. Die Erfahrung aus zahlreichen Implementierungen hat gezeigt, dass die Effizienz der Yard-Prozesse maßgeblich durch die nahtlose Integration aller Beteiligten beeinflusst wird. In diesem Sinne wird Yard Management zunehmend nicht mehr als monolithisches System neben Lagerverwaltungs- und Transportmanagementsystemen betrachtet, sondern als integraler Bestandteil. Alle Disziplinen greifen ineinander, arbeiten zusammen.

Eine ausgeklügelte Zusammenarbeit erleichtert die gemeinsame Planung. Die enge Kooperation entlang der Lieferkette ermöglicht es beispielsweise, Echtzeitdaten über eintreffende LKW für die Ladestellensteuerung zu nutzen, Statusmeldungen über die Verspätung von LKW abzugeben oder die Lieferung bis zur Empfangsbestätigung (POD) und schließlich der Ankunft am POS zu verfolgen. So entsteht auf Basis gut gesteuerter Warenflüsse eine effiziente Handelslogistik.

Echtzeitdaten - das gewisse Extra

Wie ist die aktuelle Torbelegung? Wie voll ist der Warteraum? Stehen genügend Wechselbrücken auf dem Hof? Eine intelligente Yard Management-Lösung ermöglicht es dem Leitstand, durch Echtzeitverfolgung und -visualisierung Abweichungen zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Kurz: Die Arbeit mit Echtzeitdaten beantwortet Fragen, bevor sie auftauchen.

Die Datenerfassung kann z.B. mit folgenden Instrumenten erfolgen:

Fahrzeuge/Container mit Trackingeinheiten ausstatten
Heatmaps können helfen, ineffiziente Prozesse oder überlastete Ressourcen zu identifizieren und eine frühzeitige Steuerung von Plan B zu initiieren.

Bodenmontierte Sensoren für Freilager oder Lasersysteme in Silos
Die Sensoren erfassen z.B. Bestände der Handelsgüter in Echtzeit und können durch automatisierte Zu- und Abgangsbuchungen Warenwirtschaftsprozesse optimieren.

Die Kirsche auf der Sahnehaube – Einsatz von KI

Der Einsatz von KI-Systemen verspricht neue Potenziale, um Produktivität und Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Intelligente Logiken unterstützen beispielsweise bei der Ein- und Umplanung von LKW-Slots. Die Systeme lernen und verändern dabei Routinen, etwa bei der Priorisierung von Lieferungen. 

Deep-Learning-Technologie, also visuelle KI, kann zur Objekterkennung eingesetzt werden. Dies ermöglicht etwa einen vollautomatischen Wareneingang ohne Barcode oder QR-Code. Diese Technologie ermöglicht die Identifizierung, Messung und Zählung von Produkten, Abmessungen, Gewichten oder beschädigten Kartons. Eine weitere Möglichkeit ist die Kameraüberwachung von Verladetoren. Die Objekterkennung identifiziert hier, welches Tor frei oder belegt ist und ermöglicht eine bessere Planung und Auslastung der Tore.

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